Herkunft
Im letzten Jahrhundert sahen viele die Säuglingszeit nur als einen biologischen Entwicklungsprozess. Das Baby erschien in seiner Sprachunfähigkeit als ein Reflexwesen. Dank Therapeuten und Forschern wie DW Winnicott, John Bowlby, Francis Mott, Frank Lake und anderen, hat sich eine grundlegende Wandlung in unserer Einstellung vollzogen. Die damaligen therapeutischen Modelle der Psychoanalyse befassten sich jedoch nur mit der Zeit ab der Geburt.
William Emmerson ist einer der Begründer der modernen pränatalen Psychotherapie. Seit ca. 1970 arbeitet er mit Kleinkindern und ihren Familien, er hilft ihnen die Geburts-, bzw. Schwangerschaftstraumen aufzulösen und zu heilen. Ray Castellino war Emmersons Schüler. Er und Franklyn Sills gehören auch zu den Pionieren, die erkannten, dass unser Seelenleben bereits lange vor der Geburt beginnt. Jeder Mensch ist ab seiner Zeugung ein voll bewusstes Wesen. Die pränatale Lebenszeit ist der tragende Urgrund für unser Leben und dieses (Er-)Leben mit einzubeziehen, ist eine grosse Erweiterung für die therapeutische Arbeit.
Daniel Siegel, Daniel Stern, David Chamberlain, Alessandra Piontelli und weitere, sind Forscher und Therapeuten aus ähnlichen und verwandten Gebieten. Mit ihrer Arbeit haben sie die Wichtigkeit, uns zu den Wurzeln unseres seelischen Daseins zu tasten, unterstrichen. Ergänzt werden diese Ansätze durch die Erkenntnisse in Traumaarbeit und Neurobiologie von Peter Levin sowie Stephen Porges.
Das Wesen braucht Wärme, Erkanntwerden und Anerkennung (Franke Lake)