Pränatal & Geburt
Das Wesen erlebt die Zeugung sowie die frühen Phasen der Schwangerschaft zum grössten Teil als Einheit. Durch die Verbindung mit der Mutter erfährt es Geborgenheit, Sicherheit und Vertrauen. Diese Ganzheit kann aber bereits durch innere oder äussere Einflüsse getrübt werden. Das Seelenleben des Menschen existiert schon ab der Empfängnis und das Zellgedächtnis bewahrt die unbewussten Erinnerungen.
Vorgeburtliche Erfahrungen und die Geburtsumstände bestimmen unsere ersten Überzeugungen wie z.B. „die Welt ist nicht sicher“ oder „ich bin nicht gut genug“. Die entstandenen Glaubenssätze und Verhaltensmuster beeinflussen die Art und Weise wie wir mit anderen Menschen in Kontakt oder in Beziehung treten. Es gibt Möglichkeiten an diesen Prägungen zu arbeiten damit sie nicht ein Leben lang aktiv bleiben.
Viele Probleme die während der Geburt entstehen, kann der Bindungsprozess mit der Mutter oder die saugende Bewegung beim Stillen wieder gut machen. Hinterlassen sie jedoch tiefere Spuren oder waren sogar Interventionen wie Saugglocke, Zange, Kaiserschnitt, das Verabreichen von Medikamenten (Narkose- und Wehenmittel) notwendig, sollten diese Erlebnisse nicht unbehandelt bleiben.